13.07.2018

25 Jahre Jägerhof

Am 01.11.1993 war es soweit, wir zogen ein.

Es gab damals ein frisch renoviertes Gebäude, viele neue Mitarbeiter, auch ein paar „Alte Hasen“ und 23 Bewohner, die nach und nach einzogen. Diese kamen hauptsächlich aus den benachbarten Heimen von Dr. Loew und aus Glaubendorf, der damaligen „Aufnahmestation“.

Für Mitarbeiter und Bewohner war das ein kompletter Neuanfang. Alle mussten sich kennenlernen, Möglichkeiten und Grenzen erfahren, eine tragfähige Beziehung zueinander aufbauen.

Das war eine sehr spannende Sache. Es wurde damals viel aufgebaut, erarbeitet, geschaffen, ausprobiert, wieder verworfen und neu gemacht und was ganz wichtig ist, es wurde viel gelacht, wir hatten richtig Freude und Spaß bei der Arbeit, auch wenn die Arbeit hart war. Ich empfinde viel Freude und positive Gefühle wenn ich an diese Zeit zurück denke. Auch ein bisschen Wehmut, weil die Zeit bringt natürlich Veränderung mit sich. Und 25 Jahre sind eine lange Zeit, ein viertel Jahrhundert, und dennoch verging sie wie im Flug.

Was hat sich seither verändert:

  • 1995 kam die Pflegeversicherung, wir wurden von einer Eingliederungseinrichtung zu einer Pflegeeinrichtung.
  • 1997 wurden wir auf die heutigen 42 Plätze erweitert, es wurde dabei ein neuer Gebäudeteil errichtet der den neuen Bewohnern in zwei Wohngruppen Heimat gab.
  • 2000 hörte die damalige Leitung, Frau Ulmer, aus gesundheitlichen Gründen auf und ich übernahm die Heimleitung.
  • 2008 kam eine gesetzliche Neuorientierung, das Pflege- und Wohnqualitätsgesetz, das uns bis heute beschäftigt. Strukturverbessernde Maßnahmen, sprich Abbau der Mehrbettzimmer, sind seit geraumer Zeit für den Jägerhof geplant. Das PfleWoqG bzw. dessen Ausführungsverordnung hat die (baulichen) Anforderungen an Behinderten-u. Pflegeeinrichtungen neu definiert und wohl auch dazu geführt, dass die erforderlichen baulichen Maßnahmen tatsächlich durchgeführt werden. Konkret heißt das, dass wir mitten in der Bauplanung für einen Neubau der Einrichtung stehen, bei der ein Teil der bestehenden Gebäude abgerissen werden soll und unter Einbezug des Nachbargrundstücks ein neuer Gebäudekomplex für die Bewohner und Mitarbeiter geschaffen werden soll, der sich auch gut in das Landschaftsbild einfügt.
  • Es stehen also eine ganze Reihe neuer Herausforderungen bereit und unsere  Bewohner, Mitarbeiter und ich freuen uns darauf endlich loslegen zu können.

 

Ich glaube, dass es wichtig ist, dass eine Einrichtung wie der Jägerhof, auch nach 25 Jahren lebendig bleibt, dass wir uns neuen Herausforderungen stellen, dass wir auch miteinander lachen und feiern können, dass wir Spaß an der Arbeit haben. Christian Hien – Einrichtungsleiter.



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