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18.02.2026

Hospitation Fachweiterbildung Bezirksklinikum Ansbach

Nette Hospitanten bringen frischen Wind und tollen Austausch ins Haus.

Aktuell haben wir zwei sehr engagierte, richtig nette und auch kompetente Hospitanten im Haus. Sie absolvieren ihre Weiterbildung im Bezirksklinikum in Ansbach. Die Zusammenarbeit ist immer wieder bereichernd, da ein richtig guter Austausch stattfindet und jeder Einblicke in die sehr unterschiedliche Arbeit des anderen erhält. Klar sind es andere Schwerpunkte, denn in der Klinik sind die Bewohner in ihrer Akutphase und bei uns haben sie ihr Zuhause. Wir schätzen die Zusammenarbeit mit den Hospitanten, da Hürden abgebaut werden und letztendlich unsere Bewohner von einer guten Zusammenarbeit profitieren. 

An dieser Stelle möchten wir auch mal die aktuellen Hospitanten zu Wort kommen lassen, da uns ihre Meinung sehr wichtig ist. 

Wer seid ihr und was macht ihr hier?

Jakob: Mein Name ist Jakob und ich arbeite seit 2019 auf einer beschützenden allgemeinpsychiatrischen Aufnahmestation. Im Herbst 2024 habe ich die Weiterbildung zum "Fachkrankenpfleger für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie" im Bezirksklinikum Ansbach begonnen. Im Rahmen der Weiterbildung dürfen wir acht Wochen in einer, zum Krankenhaus komplemäntären Einrichtung, hospitieren. Meine Entscheidung fiel auf Dr. Loew in Lichtenau. 

Luisa: Ich bin Gesundheits- und Krankenpflegerin und absolviere aktuell die Fachweiterbildung für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie. Während dieser Weiterbildung mache ich ein Praktikum bei Dr. Loew in Lichtenau. Normalerweise arbeite ich im Bezirksklinikum Ansbach. Dort begleite ich Patienten und Patientinnen in akuten Krankheitsphasen. Hier in Lichtenau erlebe ich nun die weiterführende Phase: Stabilisierung, Alltagsstrukturierung und Wiedereingliederung. Als Praktikantin fühle ich mich hier als Teil des Teams und kann meine Meinung bei Arbeitsgesprächen mit einbringen. 

Wie war euer Eindruck vom Haus, den Arbeitsweisen und auch den Kollegen? 

Jakob: Im Team habe ich mich von Anfang an direkt gut aufgenommen und willkommen gefühlt. Jeder war super freundlich und interessiert. Fragen konnte ich jederzeit an jeden Mitarbeiter stellen und es wurde mir richtig viel erklärt. Ich war sehr positiv überrascht von der Einrichtung. Einige Bewohner kannte ich schon aus dem Kliniksetting bei mir auf der Station. Sie in ihrem häuslichen Umfeld kennenlernen zu dürfen ist eine Bereicherung für mich. Die Arbeitsweise hier finde ich super, da individuell auf die Bewohner und deren Bedürfnisse eingegangen wird. Auch der tolle Personalschlüssel bietet viele Möglichkeiten, wie zum Beispiel Ausflüge oder gemeinsames Kochen mit den Bewohnern. Auch das Bezugsbetreuersystem finde ich persönlich klasse. 

Luisa: Mein Eindruck vom Haus war überraschend. Es gibt vergleichsweise wenig Regeln, zumindest nicht in dem Ausmaß, wie ich es aus der Klinik kenne. Gerade diese Atmosphäre wirkt positiv. Die Struktur scheint weniger über feste Vorgaben zu entstehen, sondern viel mehr über Beziehung, Haltung und gemeinsame Verantwortung. Beeindruckt hat mich der Teamgeist. Im Kollegium herrscht eine positive und wertschätzende Energie. Die Zusammenarbeit wirkt authentisch, wertschätzend und offen. Mir persönlich gefällt am besten die Individualität hier.  

War es so wie ihr es erwartet habt?  

Jakob: Ehrlich gesagt habe ich nicht viel erwartet, da ich die Einrichtung nur vom Hörensagen kannte. Umso begeisterter war ich dafür.  

Luisa: Nicht ganz. Meine Erwartungen waren durch Gespräche im Klinikalltag geprägt. Aus irgendeinem Grund hatte ich mit einem Spannungsfeld zwischen geringer Struktur und Unruhe gerechnet. Stattdessen habe ich gelernt, dass weniger sichtbare Regeln nicht weniger Stabilität bedeuten. 

Gab es ein Aha-Erlebnis?

Jakob: Die Bewohner sind ganz anders als im klinischen Setting, die meisten sind sehr kontaktfreudig und offen, das hat mich doch sehr überrascht. 

Luisa: Stabilität etsteht vor allem durch Kontinuität, Beziehung und ein gutes Team. Außerdem war es für mich eindrücklich manche Bewohner*innen wiederzusehen, welche ich aus dem Bezirksklinikum kannte. Ich konnte eine positive Entwicklung beobachten. 

Liebe zentrale Verwaltung,

diesmal konnte ich mich im Text nicht kürzer fassen, da ich die Rückmeldung als sehr wertvoll empfinde. Beim nächsten Mal halte ich mich wieder kürzer. :-)

Ein großes Dankeschön an Jakob und Luisa für den durchweg guten Austausch, die Rückmeldungen und den Spaß, den wir mit euch hatten. Die zahlreichen Schüler, Praktikanten, Hospitanten und Studenten sind eine riesige Bereicherung für unser Haus. Nicht nur ihr profitiert von den Erfahrungen, sondern auch wir können diese für unsere Weiterentwicklung nutzen.

P.S.: Wir mussten die beiden nicht bestechen, um so positives Feedback zu erhalten!

 


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