09.02.2021

Geschäftsführerin Sandra Loew zur aktuellen Situation im Februar

In einer Zeit, in der sich Zufriedenheit zunehmend aus der Anzahl der Likes in den sozialen Medien ableitet, müssen wir (wieder) lernen, Zufriedenheit mit uns selbst und aus uns selbst heraus zu generieren

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Im Königreich Buthan, ein kleiner Staat in Südasien mit knapp 1 Million Einwohner*innen wurde schon vor Jahren das Bruttonationalglück eingeführt. Und „Glück“ ist ein Pflichtfach im Lehrplan der Schulen. Wie genial ist das denn?!?! Klar, Buthan ist aus der Sicht einer hochzivilisierten Gesellschaft wie unserer ein unterentwickelter Bergstaat im Himalaya-Gebiet, und doch haben sie aus meiner Sicht das Wesentliche erkannt!

Glück“ im Lehrplan der Schulen

Materielle Dinge, Technik, Digitalisierung, komplexe politische demokratische Strukturen, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklungen etc. – das ist alles ganz schön und gut. Es lässt uns wachsen und uns kontinuierliche Schritte nach vorne gehen, aber können wir auch mental und emotional mithalten? Sind wir psychisch gerüstet den „Fortschritt“ zu handhaben und zu ertragen?

Schon das uralte Sprichwort „Jeder ist seines Glückes Schmied“ sagt, dass wir selbstverantwortlich für unsere glückliche/zufriedene Lebensgestaltung sind, aber können wir das noch? In einer Zeit, in der sich Zufriedenheit zunehmend aus der Anzahl der Likes in den sozialen Medien ableitet, müssen wir (wieder) lernen, Zufriedenheit mit uns selbst und aus uns selbst heraus zu generieren. Da wäre so ein Nachhilfeunterricht wie in Buthan nicht schlecht :-)

PS: Die Philosophie des Bruttosozialglücks hat in letzter Zeit sogar internationale Anerkennung gewonnen und wurde von den Vereinten Nationen als Resolution verabschiedet!

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